Schritt 2: Verankerung der Nachhaltigkeitsstrategie
Nachhaltigskeitsorganisation und zugeordnete Unternehmenseinheiten
Die Nachhaltigkeitsstrategie von STOPA ist fest in der Unternehmensstruktur verankert, um ein dauerhaftes und effektives Engagement sicherzustellen – ganz im Sinne des Mottos: „Zukunft muss anders, neu und intelligent gedacht werden.“ Alle Unternehmensbereiche von STOPA sind in regelmäßig stattfindenden Besprechungen eingebunden, um die Beweggründe, die zukünftige Ausrichtung, die Rahmenbedingungen sowie den Fortschritt der Implementierung und praktischen Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie zu diskutieren.
Für eine strukturierte und zukunftsfähige Nachhaltigkeitsstrategie wurden zentrale Aufgaben innerhalb unserer speziellen Nachhaltigkeitsorganisation verankert, um die systematische Verfolgung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele sicherzustellen.
Durch diese organisatorische Einbindung wird gewährleistet, dass das Engagement von STOPA dauerhaft und wirkungsvoll unter dem Motto: „Für eine lebenswerte Zukunft“ verfolgt wird. Alle Unternehmensbereiche werden dabei regelmäßig über die Hintergründe, die strategische Ausrichtung, die Rahmenbedingungen und den Fortschritt bei der Implementierung und praktischen Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie informiert und aktiv eingebunden.
GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG
Organisationseinheit
Geschäftsführung mit gesellschaftlicher Verantwortung und Vorsitzender des Nachhaltigkeitsteams
Bezug zu den ESRS-Aspekten:
ESRS S3 Affected communities Gesellschaftliches Engagement, ESRS G1 Own Business conduct, Verantwortung und Compliance, ESRS E4 Biodiveristy and ecosystem
Bezug zu den STOPA-Aspekten:
S8 Gesellschaftliches Engagement, S9 Lokale Gemeinschaft, G2 Compliance, G3 Transparenz und Dialog, G4 Datenschutz und IT-Sicherheit, G5 Anti-Korruption, G6 Kommunikation intern/extern, U8 Biodiversität, Boden- und Flächennutzung
Leistungsindikatoren
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Gesellschaftliches Engagement: Fortführung der bestehenden sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten.
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Compliance & Schulungen: Regelmäßige Schulungen und Kommunikation zu den Vorgaben des Code of Conduct sind verpflichtend.
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Beschaffungsrichtlinien: Weiterentwicklung der Procurement-Regelungen zur Sicherstellung eines regelkonformen und effizienten Einkaufsprozesses
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Verantwortung & Transparenz: Dokumentation der Compliance-Maßnahmen im jährlichen Bericht zur Sicherstellung rechtlicher Konformität.
| Aufgaben | Umsetzung |
|---|---|
1. Engagement in verschiedenen Gremien | Engagement in Verbänden wie ME, WVIB und Die Familienunternehmer zur Vertretung und Vernetzung des industriellen Mittelstands in BW. Diese Plattformen dienen als Sprachrohr und Dienstleister. |
2. Engagement zu gesellschaftlichen Einrichtungen | Bildungspartnerschaften mit Realschulen in Freistett, Achern und der Gemeinschaftsschule Achern (Praktika, Bewerbungstrainings, Berufsvorstellungen). |
3. Engagement zur Unternehmensentwicklung und Compliance | Einführung eines Verhaltenskodex (intern & für Partner). Aktuell 15 Auszubildende (kaufmännisch, gewerblich, dual). |
4. Engagement zur nachhaltigen Unternehmensführung | Mitglied der Energieagentur Freiburg zur Erstellung eines Transformationskonzepts inkl. CCF-Ermittlung für Standorte. |
5. Zentrale Verantwortung für Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen | Entwicklung und Überwachung strategischer Maßnahmen sowie Datenauswertung auf operativer Ebene und auf Führungsebene. |
6. Engagement zur Biodiversität | Flächennutzung & Umwelt Intern: Standort im Industriegebiet, daher optimal nutzbar, keine relevanten Naturschutzauflagen. Extern: Projektengagement mit NABU zur Biotopvernetzung und -pflege durch Jungwald-Initiativen. |
PERSONALWESEN
Organisationseinheit
Bezug zu den ESRS-Aspekten:
ESRS S1 Own Workforce
Bezug zu den STOPA-Aspekten:
S3 Arbeitsbedingungen im Unternehmen, S5 Vereinbarkeit von Familie und Beruf, S6 Diversität und Chancengleichheit
Leistungsindikatoren
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Umsetzungsquote von Maßnahmen zur Verbesserung von Nachhaltigkeitsaspekten
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Fluktuation von Mitarbeitenden
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Anzahl Auszubildende
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Anzahl Verbesserungsvorschläge für nachhaltige Maßnahmen
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Aufrechterhaltung der hohen Qualifizierungsquote, indem 20% aller MA weiterqualifiziert werden
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Kommunikation des Code of Conduct intern und extern sowie verpflichtende Kommunikation mit Lieferanten
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Einführung von Führungskräfteentwicklung
| Aufgaben | Umsetzung |
|---|---|
1. Überprüfen der Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit und Konsistenz der Daten durch Benchmark mit anderen Unternehmen | Kontrolle und Verantwortlichkeit durch regelmäßige Begehungen, Gespräche und Rückmeldung von Betriebsbeauftragten sichern die Umsetzung und Einhaltung interner Vorgaben. |
2. Politische Neutralität wird gewahrt | Keine Toleranz gegenüber extremen Meinungen oder Verhalten. Einhaltung des Code of Conduct wird kontrolliert, Verstöße geahndet. |
3. Mitarbeiterbindung, Anreizsysteme, Benefits, familienfreundliches Unternehmen, Chancengleichheit, Entlohnung | Mitarbeitermotivation und Benefits in Form von Gesundheitsförderung durch Zuschüsse für Fitnessstudios, Fahrradförderung, kostenlose Vorsorgeangebote. Weitere Benefits: Erfolgsprämie, Altersvorsorge, Beteiligung, Treueprämie, Mittagessenzuschuss, Kindergartenzuschuss, Bike-Leasing, ergonomische Arbeitsplätze, E-Ladestationen, mobiles Arbeiten (bis zu 60 %) und flexible Arbeitszeiten. |
4. Mitarbeitereinbindung | Mitglied der Energieagentur Freiburg zur Erstellung eines Transformationskonzepts inkl. CCF-Ermittlung für Standorte. |
5. Mitarbeiterförderung und Entwicklung | Aktives Vorschlagswesen zu ökologischen & sozialen Themen. Beteiligung über Gremien, Betriebsrat und Betriebsarzt. |
6. Überprüfen der Zielerreichung im Abgleich mit der wirtschaftlichen Leistung des Unternehmens und Wirksamkeitskontrolle | Die Personalentwicklung wird ermittelt in Form von Mitarbeitergesprächen. Die Qualifizierungsquote liegt derzeit bei 66 %. Erforderliche Pflichtschulungen (z. B. Erste Hilfe, Brandschutz) werden regelmäßig durchgeführt. Die laufende Überprüfung und Umsetzung definierter Maßnahmen und Zuständigkeiten erfolgt durch eine qualifizierte Wirksamkeitskontrolle. |
GESCHÄFTSFÜHRUNG TECHNIK
Organisationseinheit
Bezug zu den ESRS-Aspekten:
ESRS S4 consumers and end-users, ESRS G1 Own Business conduct Workforce
Bezug zu den STOPA-Aspekten:
S9 Produktsicherheit, G1 Produktsicherheit und Prozesse, G7Arbeitsbedingungen im Unternehmen
Leistungsindikatoren
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Maximale Verfügbarkeit
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Minimale Standzeiten/Stillstände der Anlagen
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Regelmäßige Kommunikation zu Code of Conduct für unser Unternehmen und Information im Unternehmen und für interessierte Parteien sowie Intensivierung der Kommunikation unseres Supplier Code of Conduct für Lieferanten, Verteilung und Prüfen auf Umsetzung
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Sanktionsprüfung (Konstruktion und Logistik)
| Aufgaben | Umsetzung |
|---|---|
1. Produktqualität und Kundenzufriedenheit | Hochwertige Lagersysteme, regelmäßige Wartung und qualifizierte Mitarbeitende sichern eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Kunden profitieren von: Teleservice, Helpdesk mit schnellen Reaktionszeiten (2–3 h), Ersatzteilverfügbarkeit (10 Jahre), vorbeugender Wartung, Retrofit-Angeboten und dezentralem Servicenetz. Schulungen verlängern die Lebensdauer der Anlagen. |
2. Abläufe mit System | Seit 2000 zertifiziert nach DIN EN ISO 9001. Weitere Zertifikate: DIN EN 1090 EXC3, DIN EN ISO 3834-2. Schweißtechnik nach höchsten Standards. Regelmäßige Audits und ein aktuelles Rechtsregister sichern Rechtskonformität. |
3. Produktsicherheit und Prozesse im Unternehmen | Technische Standards, Mitarbeiterschulungen, Selbstkontrollen, Kundenabnahmen und CE-Kennzeichnung sichern Qualitäts- und Funktionsstandards gemäß Produktspezifikationen. |
4. Zuverlässigkeit der Mitarbeiter | Aktive Kommunikation durch Zielgespräche und Beteiligung. Mitarbeiterverpflichtung durch Verankerung eines Code of Conduct, Umsetzung effektiver Arbeitsschutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip sowie Sicherung von Datenschutz und Datensicherheit. |
NACHHALTIGKEITSTEAM
Organisationseinheit
Bezug zu den ESRS-Aspekten:
ESRS S4 consumers and end-users, ESRS G1 Own Business conduct Workforce
Bezug zu den STOPA-Aspekten:
U1 Energie (Strom, Technische Gase) U3 Klimaschutz, U5 Lärmschutz, U6 Emissionen (CO2 – Emission bei der Produkterstellung), U2 Materialen- und Ressourceneffizienz, U7 Wasser und Abwasser, U4 Rohstoffe und Lieferkette, U9 Abfallmanagement, U10 Kreislaufwirtschaft
Leistungsindikatoren
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Installation einer PV-Anlage zur CO₂-Reduktion mit Aufbau einer Photovoltaikanlage zur CO₂-Einsparung; Erwarteter Autarkiegrad: 80 % des Stromverbrauchs, Leistungsdaten: 550 W/Modul bei 2.700 Sonnenstunden
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Fuhrpark & Mitarbeiter-Mobilität mit Einsatz von Elektrofahrzeugen zur Reduktion von Dienstreisen, Fuhrparkmodernisierung: Derzeit bestehend aus 65 Fahrzeugen (13 Transporter, 52 Pkw); Geplante Umstellung: 10 % auf Elektrofahrzeuge bis 2030, Analyse der Reduktion der vorgelagerten Transportanzahl
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Nachhaltigkeit in der Produktion durch Verwendung von lösemittelärmeren Lacken, Reduzierung der Prozesswärme auf unter 80 °C, Ersatz von Flüssiggasen durch alternative Energien für Heizsysteme und Arbeitsplatzgestaltung
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Stromverbrauchsoptimierung mit 50 % der Beleuchtung bereits auf LED umgestellt Geplante Umstellung auf 100 % LED bis 2030
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Nachhaltigkeit im externen Fuhrpark durch Intensivierung der Kommunikation mit Lieferanten zur Förderung schadstoffarmer und energieeffizienter Transportfahrzeuge; CO₂-Fußabdruck-Analyse zur Optimierung von Transportwegen und Fahrzeugmotorisierung
| Aufgaben | Umsetzung |
|---|---|
1. Ermittlung einer CO2 Bilanz auf der Grundlage der Energieverbrauchsermittlung für Gas und Strom sowie Erstellung eines Konzeptes zur Reduzierung des Energieverbrauches | CO₂-Bilanz Scope 1–3 für das Jahr 2023
Gesamter Corporate Carbon Footprint beträgt 38.069t CO2e (CCF). CO₂-Bilanz Scope 1–3 für das Jahr 2024
Gesamter Corporate Carbon Footprint beträgt 28.906t CO2e (CCF). Im Vergleich CO2-Bilanz Scope 1-3 vom Bilanzjahr 2023 zu 2024 ergibt sich eine absolute Reduzierung von 9.156,69t CO2e; dies entspricht einer Reduzierung von 24%. Anmerkung: Der große Unterschied zwischen der CO2 Bilanz im Jahr 2024 zu 2023 liegt bei den „Beschafften Waren und Dienstleistungen“. Hier gibt es eine geringere Beschaffungsmenge von 8.559t. Die größten Abweichungen sind bei Halbzeugen und Stahl lackiert“ zu verzeichnen. Energieeffizienz & Stromverbrauch: Maßnahmen zur Reduktion durch LED-Umrüstung, Energiecontrolling, Effizienzprüfungen (Pumpen, Lüftung, Druckluft), Installation einer Freiflächen PV-Anlage (2024 -2025), Installation einer Carport PF-Anlage mit Carports (2023 -2025), Analyse zur Wasserstoffproduktion. Zusätzlich: Stickstoffproduktion mit neuem Kompressor (2025); Gase: Inbetriebnahme einer Stickstoffproduktion (2025) mit zusätzlichem Kompressor |
2. CO2-mindernde Maßnahmen | Nachhaltige Materialien & Prozesse: Einsatz lösemittelarmer Lacke, Entwicklung effizienter Beschichtungssysteme, Ersatz von Flüssiggas durch alternative Energien. Förderung nachhaltiger Mobilität (E-Fahrzeuge, Job-Bikes, Fahrgemeinschaften), Ausbau der Ladeinfrastruktur. Bevorzugung regionaler Lieferanten, Beobachtung grüner Stahl. Konzept zur Abwärmenutzung in Planung. Systematisches Klimamanagement mit KPI-Tracking. |
3. Entfettung und Lackieranlage | Neue Lackieranlage (seit 2020): Geschlossene Kabinen, automatische Entfettung, doppelte Kapazität, 50 % kürzere Lackierzeiten, moderne Fördertechnik. Umweltaspekte: Wärmerückgewinnung, Wiederverwendung von Verdünner, Kreislaufwassersystem. VOC-Bilanz unter 10 t/Jahr. Arbeitssicherheit durch PSA, Belüftung, wechselnde Einsatzorte. |
4. Beachtung von Auflagen und Nachbarschaft | Regelmäßige Arbeitsplatz- und Immissionsmessungen ohne Auffälligkeiten. Einführung von internem/externerm Beschwerdemanagement. Emissionsmessungen in verschiedenen Bereichen, inklusive Lackiererei. Keine wesentlichen Maßnahmen erforderlich laut aktuellen Ergebnissen. |
5. Einbindung von Partnern und Lieferanten | Einkaufsstrategie setzt auf Unternehmen, die STOPAs Werte in puncto Qualität, Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit mittragen. |
ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ
Organisationseinheit
Bezug zu den ESRS-Aspekten:
ESRS S2
Bezug zu den STOPA-Aspekten:
S1 Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Unternehmen, S2 Mitarbeiterförderung und -entwicklung, S7 Arbeits- und Menschenrechte in der Lieferkette
Leistungsindikatoren
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Gesundheitsquote & Arbeitssicherheit: In den letzten Jahren lag die Gesundheitsquote teils über 90 %. Die Anzahl der (meldepflichtigen) Arbeitsunfälle wurde auf ein mittleres Niveau gesenkt.
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Unterweisungsquote: Derzeit bei 81 %; Ziel ist eine Steigerung auf 100 %.
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Externe Bewertung: Laut AOK-Bericht keine auffälligen Befunde. STOPA schneidet im Branchenvergleich auf Bundes- und Landesebene überdurchschnittlich gut ab.
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Erweiterung Gesundheitsschutz: Einführung von Frischlufthelmen beim Schweißen und verbesserte technische Absaugung. Personenbezogene Expositionserfassung im DGUV-Zentralregister (ZED) ergänzt die Schutzmaßnahmen.
| Aufgaben | Umsetzung |
|---|---|
1. Analyse und Verbesserung der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit | Benennung von Erst-, Evakuierungs- und Brandschutzhelfern sowie Fachkraft für Arbeitssicherheit. Betriebsarzt führt Untersuchungen durch und berät zu ergonomischen Maßnahmen. Meetings des Arbeits-Sicherheits-Ausschusses mit Betriebsrat. Regelmäßige Begehungen und Jahresbericht gemäß DGUV V2. |
2. Motivation zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz im Produktionsbetrieb und auf Baustellen | Regelmäßige Prüfung von Betriebsanweisungen und Gefährdungsbeurteilungen im Führungskreis. Digitale Unfallanalysen mit Ursachenforschung. Bereitstellung von PSA gemäß Gefährdungsprofil. Vorsorgeuntersuchungen empfohlen. STOPA-Baustellen
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3. Konsultation und Beteiligung der Mitarbeiter | Konsultation: Vorschlagswesen und Gesprächsformate fördern aktive Rückmeldung. Beteiligung: Mitbestimmung durch Betriebsrat und Einbindung des Betriebsarztes bei unternehmensrelevanten Entscheidungen |
4. Gesundheitsmanagement | Krankheitsquote unter Branchenschnitt. Zuschüsse für sportliche Aktivitäten und E-Bike-Leasing, ergonomische Büro- und Produktionsarbeitsplätze, Schutzimpfungen und Beratung durch Betriebsarzt |